Privatkunden
Firmenkunden
Vertriebspartner
 
Dienstleistungen
News
Leasing ABC
Kontakt

 

 

 

A B C D E F G H I K L M O R S T U V Z


Abnahmebestätigung
Mit der Abnahmebestätigung/ Abnahmeerklärung übernimmt der Leasingnehmer das Leasingobjekt für den Leasinggeber. Das Abnahmeformular enthält i.d.R. auch die Zahlungsfreigabe an den Lieferanten.

Absatzleasing
Viele Hersteller und Händler bedienen sich der Leasingfinanzierung als Mittel zur Verkaufsförderung. Leasing anbieten heißt, über den „kleinen Preis“ schneller, häufiger und mehr zu verkaufen. Die Investitionsintervalle werden dadurch verkürzt, Rabattdiskussionen vermieden und die Kundenbindung wird verstärkt. Die bekannteste Form des Absatzleasings ist die PKW-Finanzierung über den Autohändler.

Absetzung für Abnutzung (AfA)
Gemäß § 7 EStG sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens gleichmäßig verteilt auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abzusetzen. Die Leasingdauer beträgt i.d.R. 40 – 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Somit ist die AfA-Dauer Basis für die Festlegung der Leasingdauer.

AfA- Satz
Der lineare AfA-Satz (jährliche Abschreibung ausgedrückt in % von den Anschaffungs-/Herstellungskosten) ergibt sich aus der Division der Anschaffungs-/Herstellungskosten = 100% durch die Anzahl der Nutzungsjahre. Die lineare AfA erfolgt in gleichbleibenden Beträgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.


Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB/ Leasingbedingungen)
Diese sind Grundlage eines jeden zwischen der Leasinggesellschaft und dem Leasingnehmer abgeschlossenen Leasingvertrages. Sie regeln die gegenseitigen Rechte und Pflichten der Vertragspartner. Der Gesetzgeber legt besonderen Wert auf den Schutz nicht kaufmännische ausgerichteter Personen (Verbraucher, Konsument). Grundsätzlich sind transparente Klauseln gefordert; überraschende Klauseln können als nicht vereinbart ausgelegt werden bzw. zur Ungültigkeit führen.

Aktivposten
Die Bildung von Aktivposten dient zur Vermeidung einer Umgehung der Bestimmungen der steuerlich zulässigen Abschreibungsquote von 12,5 % p.a. im PKW-Bereich. Dies wurde im § 8 Abs. 6 EStG gesetzlich geregelt: Ist in den laufenden Leasingentgelten ein höherer Tilgungsanteil als die jährliche Abschreibungsbasis von 12,5 % kalkuliert, so ist der darüber hinausgehende Teil in Form eines Aktivpostens steuerlich zu neutralisieren. Nicht vom Aktivposten betroffen ist das Operating-Leasing.

Amortisation
Darunter wird die Tilgung einer Verbindlichkeit bzw. Abschreibung verstanden. Im Falle eines Vollamortisationsvertrages werden die Anschaffungskosten einschließlich Finanzierungskosten des Leasinggebers, durch den Leasingnehmer zur Gänze bezahlt. Wird ein Leasingvertrag nur bis zur Höhe eines vereinbarten Restwertes rückgeführt, spricht man von einem Teilamortisationsvertrag. In diesem Fall übt der Leasinggeber häufig das sogenannte Andienungsrecht aus.

Andienungsrecht
Bei Teilamortisationsverträgen erhält der Leasinggeber durch die Bezahlung der Leasingentgelte nur ein Teil der gesamten Anschaffungskosten zurück. Der Leasinggeber hat aber das Recht, dem Leasingnehmer das Objekt zu einem vertraglich vereinbarten Restwert „anzudienen“. In diesem Fall ist der Leasingnehmer zum Kauf verpflichtet, unabhängig vom Zustand des Leasingobjektes.

Ankaufsoption
Darunter versteht man das vertragliche Recht des Leasingnehmers, den Verkauf des Leasingobjektes vom Leasinggeber zum kalkulierten Restwert verlangen zu können. In diesem Fall muss der Leasinggeber an den Leasingnehmer verkaufen, auch wenn er eine bessere Verwertungsmöglichkeit hätte. In der Praxis kommt die Vereinbarung einer Ankaufsoption ausschließlich im Bereich des Immobilienleasings vor.

Auflösung von Leasingverträgen
Die Auflösung eines Leasingvertrages während der Grundleasingzeit ist grundsätzlich nicht vorgesehen. In bestimmten Fällen (z.B. Verlust, Diebstahl, Totalschaden) kann eine einvernehmliche Vertragsauflösung erfolgen. Ein Auflösungsgrund für den Leasinggeber liegt vor, wenn der Leasingnehmer gegen die Vertragsbestimmungen verstößt. In diesem Fall werden dem Leasingnehmer sämtliche noch offenen Leasingentgelte, zuzüglich eines allfälligen Zahlungsrückstandes, zuzüglich dem kalkulierten Restwert, abzüglich einer Zinsgutschrift in Rechnung gestellt.

Barwert
Der Gegenwartswert zukünftig fälliger Zahlungsströme wird als Barwert bezeichnet. Durch anerkannte Abzinsungsmethoden kann der Barwert ermittelt werden. Durch die Diskontierung werden Zahlungsströme mit unterschiedlichen Laufzeiten, Zahlungen und Zahlungsterminen vergleichbar gemacht. Die Wahl des richtigen Abzinsungs-Zinssatzes ist ein wesentliches Kriterium für die Ermittlung eines Barwertes.

Bilanzneutralität
Bei Leasingverträgen die den rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechen, werden die Wirtschaftsgüter in der Bilanz des Leasinggebers ausgewiesen. Somit ist die Anschaffung der Wirtschaftsgüter in der Bilanz des Leasingnehmers nicht ersichtlich, also bilanzneutral. Der Leasingnehmer verbucht grundsätzlich lediglich die Leasingentgelte als Betriebsausgaben.

Cashflow
Der Cashflow ist die Summe aus dem Gewinn vor Steuern zuzüglich der Abschreibungen und Nicht-Ausgaben in den Aufwendungen (Dotierung von Rückstellungen), abzüglich der Nicht-Einnahmen in den Erträgen(Bestandsveränderungen). Der Cashflow ist der Maßstab für die Bestimmung der tatsächlichen Ertragskraft der Unternehmung und gibt Aufschluss über die Innenfinanzierungskraft für Investitionen, Schuldentilgung und Aufrechterhaltung der Liquidität.

Cross-Border-Leasing
Es handelt sich hierbei um grenzüberschreitendes Leasing, bei dem sich Leasinggesellschaft und Leasingnehmer in verschiedenen Ländern befinden. Eine oft praktizierte Variante bei Großgeschäften, dem sog. Big-Ticket-Leasing (Flugzeuge, Schiffe, Eisen-/und Straßenbahn-Equipment). Allerdings nimmt das Cross-Border-Leasing durch das Zusammenwachsen der europäischen Märkte auch im niedrigvolumigen Geschäft (Werkzeugmaschinen, Industrieanlagen u.a.) deutlich zu.

Dauer des Leasingvertrages
Die Dauer des Leasingvertrages richtet sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (AfA) entsprechend den Regeln aus den Einkommensteuerrichtlinien. Danach darf die Grundmietzeit nicht mehr als 90% und nicht weniger als 40% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer betragen. Häufig werden Leasingverträge auf unbestimmte Zeit mit einem einseitigen Kündigungsverzicht durch den Leasingnehmer abgeschlossen.

Depotzahlung (Kautionszahlung)
Darunter versteht man die Bezahlung eines Einmalbetrages an die Leasinggesellschaft durch den Leasingnehmer. Das Depot dient zur Besicherung aller Verpflichtungen die der Leasingnehmer im Leasingvertrag übernimmt. Nach ordnungsgemäßer Erfüllung des Leasingvertrages wird das Depot bei Vertragsende an den Leasingnehmer zurückbezahlt.

Einkommensteuerrichtlinien (Österreich)
Leasing ist in Österreich weder im zivilen Recht noch im Steuerrecht speziell geregelt. Von grundsätzlicher Bedeutung für die bilanzielle Behandlung von Leasingverträgen ist, wem das Leasingobjekt als wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen ist. In den Einkommensteuerrichtlinien 2000 wird unter dem Grundsatz der wirtschaftlichen Betrachtungsweise geregelt, unter welchen Voraussetzungen des Wirtschaftsgut dem Leasingnehmer zuzurechnen ist.

Erlasse (Deutschland)
Die sogenannten „Leasing-Erlasse“,
• Mobilien-Leasing-Erlass vom 19.04.1971
• Immobilienleasing-Erlass vom 21.03.1972
• Teilamortisations-Mobilien-Erlass vom 22.12.1975
• Teilamortisations-Immobilien-Erlass vom 23.12.1991
Regeln die Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums von Leasingobjekten beim Leasing-geber bzw. Leasingnehmer. Die Leasing-Erlasse bilden damit die steuerrechtliche Grundlage für das Leasinggeschäft in Deutschland. Die Einhaltung dieser Richtlinien führt grundsätzlich zur steuerlichen Anerkennung der gewünschten wirtschaftlichen Eigentümereigenschaft, vornehmlich beim Leasinggeber. Der Mobilien-Erlass v. 19.04.1971 (Finanzierungsleasing im engeren Sinn) enthält auch die Voraussetzungen für die Eigentümerposition (wirtschaftliches Eigentum nach AO § 39) des Leasing-Nehmers (branchensprachlich Mietkauf).

Finanzierungsleasing
Beim Finanzierungsleasing (financial leasing) wird das Leasingobjekt dem Leasingnehmer gegen Bezahlung der Leasingentgelte für eine längere Zeit zur Verfügung gestellt. Bei diesem Modell ist (im Gegensatz zum Operating-Leasing) das Investitionsrisiko vom Leasingnehmer zu tragen. Neben dem Risiko der Reparatur- und Instandhaltungskosten trägt der Leasingnehmer auch das Risiko des Untergangs und der Wertminderung. Zur teilweisen Abdeckung dieser Risiken kann die Leasinggesellschaft den Leasingnehmer verpflichten, entsprechende Versicherungen (z.B. Vollkasko beim PKW) abzuschließen.

Flotten-Leasing
Vom Flottenleasing spricht man, wenn eine Unternehmung mehr als 10 Kraftfahrzeuge least. Oftmals kommt hier auch Full-Service-Leasing zur Anwendung. Hierbei übernimmt der Leasinggeber den technischen Service und nicht selten die gesamte Administration des Fuhrparks.
Fuhrparkmanagement
Hierbei werden sämtliche Fahrzeuge einer Unternehmung über Leasing finanziert. Leasinggeber und Leasingnehmer schließen einen Fuhrparkmanagementvertrag ab, in dem die Leasingunternehmung gegen ein monatliches Entgelt gewisse Zusatzdienstleistungen erbringt. Diese Leistung beinhaltet i.d.R. die gesamte Fuhrparkverwaltung, Wartung- und Reparatur, Tankstellenservice und laufendes Reporting mit einer detaillierten Analyse aller Fahrzeugkosten.

full-pay-out-leasing
Beim Vollamortisations-Leasing (full-pay-out) wird das finanzierte Leasingobjekt innerhalb der Vertragsdauer fast vollständig amortisiert. Das vom Leasingnehmer bezahlte Gesamtentgelt inkludiert daher die fast gänzliche Gesamtamortisation des finanzierten Gegenstandes inklusive der Finanzierungskosten (Zinsaufwand) und den Gewinnanteil für die Leasinggesellschaft. Dieses Vertragsmodell wird in erster Linie für Mobilien-Leasing angeboten.

Full-Service-Leasing
Immer mehr Hersteller bieten als absatzförderndes Instrument das sogenannte Herstellerleasing, oft in Kombination mit zusätzlichen Dienstleistungen im Rahmen eines Full-Service-Leasing. Der Full-Service-Vertrag beinhaltet neben der Finanzierung noch Wartungs- und Reparaturarbeiten und Versicherungsleistungen (siehe auch Fuhrparkmanagement).

Fungibilität
Die Fungibilität bzw. Drittverwendbarkeit der Leasingobjekte ist erforderlich, um die Wirtschaftsgüter im Falle von Leistungsstörungen, aber auch nach Ablauf der Vertragslaufzeit, verwerten zu können. Die Drittverwendbarkeit ist mit Grundlage für die Annahme, dass es sich nicht um Spezial-Leasing handelt.

Grundleasingzeit (Grundmietzeit)
Die unkündbare Grundleasingzeit von Leasingverträgen darf gemäß den Einkommensteuerrichtlinien nicht kürzer als 40% und nicht länger als 90% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer sein. In Österreich werden die Leasingverträge meist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, mit einem einseitigen Kündigungsverzicht seitens des Leasingnehmers.

Haushaltsrechnung
Dabei handelt es sich um eine so genannte Deckungsrechnung in der das verfügbare Einkommen auf Basis der persönlichen Einkommenssituation beim Privatkunden ermittelt wird. Nach Abzug der Leasingentgelte sollte der Leasingnehmer noch über ein entsprechendes unbelastetes Einkommen verfügen, weil auch unvorhergesehene Ausgaben aus dem laufenden Einkommen abzudecken sind. Die Daten für die Haushaltsrechnung liefert i.d.R. eine vom Antragsteller ausgefüllte Selbstauskunft.

Herstellerleasing
Das Leasing von Wirtschaftsgütern über Hersteller und Händler ist vorwiegend im Maschinen-, Computer-, Büromaschinen- und PKW- Bereich anzutreffen. Vereinzelt wird Herstellerleasing auch im Privatsektor, neben der Automobilbranche, vorzugsweise in der Elektronikbranche genutzt. Im Vordergrund stehen für den Hersteller/Händler Überlegungen des einheitlichen, produktbezogenen Marketings. Ein Ziel kann sein, das eigene Produkt und den dazugehörigen Service „aus einer Hand“ anzubieten, sowie die Kunden nachhaltig an die eigene Unternehmensgruppe zu binden. Schließlich wird auch eine direkte Einflussmöglichkeit auf Konditionen und „Handling“ im Absatzfinanzierungs- und Leasingbereich angestrebt. Nicht wenige Herstellerleasing- bzw. Mietsysteme basieren im Innenverhältnis auf Kooperationen der Hersteller/Händler mit institutionellen Leasinggesellschaften und Absatzfinanzierungsbanken. Im Rahmen einer Aufgabenteilung übernimmt der Hersteller/Händler den Vertrieb und die Verwertung, wogegen der Finanzierungspartner für das Leasing-Know-how, also Schulung, Werbung und Verkaufsunterstützung, Bonitätsprüfung, Abwicklung, EDV und Bestandverwaltung verantwortlich zeichnet.

Immobilienleasing
Umfasst die Vermietung von unbeweglichen Wirtschaftsgütern. Hierbei handelt es sich um langfristige Nutzungsüberlassungen von Bauvorhaben oder fertigen Gebäuden. Beispielhaft werden folgende Leasingobjekte finanziert: Betriebs- und Geschäftsgebäude, Lagerhallen, Bürogebäude, Amtsgebäude, Wohnhäuser und Wohnungen. Die üblichen Vertragslaufzeiten betragen zwischen 10 und 25 Jahren. Beim Immobilienleasing findet sich als Vertragsmodell fast ausschließlich das Teilamortisationsleasing. Der kalkulierte Restwert entspricht, je nach Nutzung, dem Buchwert bei linearer Abschreibung. Auch Modelle für die Ansparung des Restwertes über die Vertragslaufzeit werden von den Leasinggesellschaften angeboten.

Kooperationsvereinbarung
Viele Hersteller und Händler schließen Kooperationsvereinbarungen mit Leasinggesellschaften oder Leasingmaklern. Die Leasingunternehmungen schulen und unterstützen die Vertriebsmitarbeiter des Kooperationspartners bis hin zu gemeinsamen Kundenbesuchen. Gemeinsam werden auch Leasingverträge und Leasingprospekte entwickelt, welche auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtet sind. Es ist durchaus üblich, dass dem Hersteller/Händler Bonifikationen verfügbare Einkommen für die eingereichten Leasingverträge vergütet werden. Bei notleidenden Leasingverträgen wird der Leasinggeber i.d.R. vom Hersteller/Händler im Zuge der Verwertung unterstützt.

Kraftfahrzeugleasing
Unter Kraftfahrzeugleasing (Kfz-Leasing) versteht man in erster Linie die Miete von PKW und LKW. In diesen Bereich fallen aber auch Schienenfahrzeuge, Flugzeuge und Boote. Im betrieblichen Bereich wird oft der gesamte Fuhrpark geleast, wobei die Leasinggesellschaften oft zusätzliche Dienstleistungen anbieten. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, zusätzlich zum Leasingvertrag, einen Fuhrparkmanagementvertrag abzuschließen. Die Leasinggesellschaft übernimmt dadurch die Funktion eines externen Fuhrparkverwalters. Dadurch wird dem Leasingnehmer die Möglichkeit eingeräumt, für seinen Fuhrpark das Know-how der Leasinggesellschaft zu nutzen und gleichzeitig Kosten einzusparen.

Leasinglaufzeit (Dauer)
Leasingverträge werden auf bestimmte oder auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. In Österreich werden Leasingverträge, deren Laufzeiten über 3 Jahre hinausgehen, grundsätzlich auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, wobei der Leasingnehmer auf eine bestimmte Dauer (Leasinglaufzeit) auf sein Kündigungsrecht verzichtet. Dadurch ist die Bemessungsgrundlage für die Rechtsgeschäftsgebühr mit dem 3-fachen Jahreswert der Leasingraten begrenzt und es kommt zu einer geringeren Gebührenbelastung als bei einem auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Leasingvertrag.

Leasingobjekt
Das Leasingobjekt ist Gegenstand der Leasingfinanzierung. Wesentlich für die Beurteilung eines Leasingengagements ist die Fungibilität des Wirtschaftsgutes. Diese ist entscheidend für die Wiederverwertbarkeit eines Leasingobjektes. Es gibt kaum Investitionsgüter, für die es keinen Markt gibt und welche somit nicht fungibel wären. Die Prüfung der Objektqualität (Objektprüfung) - unter Berücksichtigung der zukünftigen Verwertungschancen - spielen bei der Beurteilung einer Leasingfinanzierung eine große Rolle.

Leasingsonderzahlung
Hierunter versteht man eine vom Leasingnehmer zu bezahlende Vorausleistung, die üblicherweise bei Vertragsbeginn fällig wird. Die Leasingsonderzahlung ist nach oben hin begrenzt und darf maximal 30 % des Nettoanschaffungswertes betragen. Buchhalterisch gesehen, ist die Leasingsonderzahlung für den Leasingnehmer eine Betriebsausgabe, welche jedoch auf die Leasingvertragslaufzeit periodengerecht abgegrenzt werden muss.

Mietkaufvertrag
Dieser beinhaltet vor allem die Elemente eines Kaufvertrages. Die Leasinggesellschaft verkauft das Wirtschaftsgut an den Mietkäufer. Zivilrechtlicher Eigentümer ist die Leasinggesellschaft, wirtschaftlicher Eigentümer der Mietkäufer, welcher auch das Wirtschaftsgut bilanziert. Bei dieser Vertragsform entsteht die Umsatzsteuerschuld auf dem gesamten Mietkaufpreis, also auf die Summer der zu bezahlenden Mietkaufraten.

Mobilienleasing
Hierbei werden bewegliche Investitions- oder Konsumgüter verleast, wobei diese Objekte fabrikneu oder gebraucht sein können. Folgende Produkte können hier beispielhaft eingeordnet werden: EDV-Anlagen, PC, CAD-Anlagen, Holz- und Metallverarbeitungsmaschinen, Baumaschinen, Transport- und Lagersystemen sowie Produkte aus der Kommunikationstechnik.

Objektgesellschaft
Beim Immobilienleasing und Großanlagenleasing wird meist eine eigene Objektgesellschaft, normalerweise eine Tochtergesellschaft der Leasingunternehmung, gegründet. Diese Objektgesellschaft ist wirtschaftlich und rechtlich Eigentümer und Vermieter des Leasingobjektes. Bei Ablauf der Leasingdauer kann der Leasingnehmer die Geschäftsanteile der Objektgesellschaft übernehmen. Durch Berücksichtigung aller relevanten gesetzlichen Bestimmungen können Grunderwerbssteuer und bestimmte sonstige steuerliche Belastungen vermieden werden.

Objektprüfung
Ein wichtiger Bestandteil der Bonitätsprüfung einer Leasingfinanzierung ist die Objektprüfung. Der Leasinggeber hat ein elementares Interesse, möglichst werthaltige Objekte zu verleasen. Bei der Objektprüfung sind wichtig: angemessener Einkaufspreis, hoher Distributionsgrad, große Akzeptanz der Objekte in der jeweiligen Branche, dichtes, möglichst internationales Vertriebs- und Wartungsnetz und relativ stabile Preise für gebrauchte Objekte am Gebrauchtwarenmarkt.

Operating-Leasing
Dieses ist dadurch gekennzeichnet, dass die Nutzung gegenüber der Finanzierung im Vordergrund steht. Dies gilt insbesondere für Verträge,
• bei denen ein Restwert weder vereinbart noch dem Leasingnehmer bekannt ist, kein Andienungsrecht seitens des Leasinggebers besteht,
• eine allfällige Kaufoption ausschließlich zum Marktwert ausgeübt werden kann bzw. der Leasingnehmer nicht damit rechnen kann, das geleaste Fahrzeug unter dem Marktpreis erwerben zu können,
• der Leasinggeber die wirtschaftliche Chance und das wirtschaftliche Risiko der Verwertung trägt.

Rechtsgeschäftsgebühr (RGG)
Die an das (österreichische) Finanzamt zu entrichtende Rechtsgeschäftsgebühr ist im § 33 GebG (Gebührengesetz) geregelt. Die RGG beträgt grundsätzlich 1 % der jeweiligen Bemessungsgrundlage. Zur Bemessungsgrundlage zählen sämtliche Leistungen, zu denen sich der Leasingnehmer vertraglich verpflichtet, das sind insbesondere die Summe aller Leasingentgelte inklusive Umsatzsteuer, sowie vertragsbezogene Nebenleistungen, wie z.B. Versicherungsleistungen. Leasingsonderzahlungen gehen ebenfalls in die Bemessungsgrundlage ein. Die RGG wird i.d.R. von der Leasinggesellschaft an das Finanzamt abgeführt und dem Leasingnehmer mit dem ersten Leasingentgelt in Rechnung gestellt.

Restwert
Bei Vertragsende verbleibt ein kalkulierter Restwert, der sich an dem bei Vertragsabschluss zu erwartenden zukünftigen Marktwert eines Leasingobjektes orientiert. Der kalkulierte Restwert wird vertraglich vereinbart, wobei dem Leasingnehmer mit Ausnahme beim Immobilienleasing keine Kaufoption eingeräumt wird Die Leasingunternehmungen übernehmen grundsätzlich keine Restwertrisiken und wälzen diese Risiken mittels Andienungsrecht auf den Leasingnehmer ab.

Sale-and-Lease-Back
Wenn ein Wirtschaftsgut an eine Leasinggesellschaft verkauft und vom Verkäufer über Leasing wieder finanziert wird, spricht man von Sale-and-Lease-Back. Der Kaufpreis muss dem Verkehrswert entsprechen. Dieser ist durch Schätzungsgutachten entsprechend zu dokumentieren.

Spezial-Leasingvertrag
Wenn ein Leasingobjekt ausschließlich für die Erfordernisse eines einzigen Leasingkunden gebaut bzw. angeschafft wird und wenn es im Rahmen des Leasingvertrages auch nur von diesem einen Nutzer wirtschaftlich sinnvoll verwendet werden kann, liegt „Spezial-Leasing“ vor. In diesen Fällen erfolgt die steuerliche Zurechnung des Leasingobjektes beim Leasingnehmer.

Teilamortisationsleasing
Bei diesem Vertragsmodell bezahlt der Leasingnehmer mit den laufenden Leasingentgelten lediglich einen Teil der Anschaffungs- und Finanzierungskosten. Beim PKW- und Immobilienleasing finden sich ausschließlich Teilamortisationsverträge. Das Restwertrisiko wird mittels Andienungsrecht auf den Leasingnehmer überwälzt.

Übernahmebestätigung
Damit bestätigt der Leasingnehmer dem Leasinggeber die vollständige Lieferung des Leasingobjektes. Darüber hinaus werden der ordnungsgemäße und mangelfreie Zustand, sowie die Betriebsfähigkeit des Leasingobjektes bestätigt. Der Tag der Übernahme ist i.d.R. auch der Leasingbeginn. Außerdem löst die Übernahmebestätigung die Bezahlung der Lieferantenrechnung aus. Die Übernahmebestätigung ist somit ein wichtiger Bestandteil in der Vertragsdokumentation.

Vertriebsleasing
Viele Hersteller und Händler bedienen sich der Leasingfinanzierung als Mittel zur Verkaufsförderung. Leasing anbieten heißt, über den „kleinen Preis“ schneller, häufiger und mehr zu verkaufen. Die Investitionsintervalle werden dadurch verkürzt, Rabattdiskussionen vermieden und die Kundenbindung wird verstärkt. Die bekannteste Form des Vertriebsleasings ist die PKW-Finanzierung über den Autohändler.

Vollamortisationsvertrag
Beim Vollamortisationsvertrag wird das Leasingobjekt innerhalb der Leasingdauer bis auf einen geringen Restwert nahezu vollständig amortisiert. Der Vollamortisationsvertrag kommt vor allem beim Mobilienleasing zur Anwendung.

Vorleistungen
Sowohl beim Vollamortisations- als auch beim Teilamortisationsmodell kann der Leasingnehmer Vorleistungen erbringen. Eine Eigenleistung kann als Leasingsonderzahlung oder Kaution/Depot oder als Kombination von beidem eingebracht werden. Eine Leasingsonderzahlung darf höchstens 30 % der Nettoanschaffungskosten betragen, das Depot darf 75 % der Nettoanschaffungskosten nicht überschreiten.

Vorteile des Leasing
• Liquiditätsvorteile
• Eigenkapitalschonung
• Nutzungskonforme Laufzeit
• Schutz vor technischer Überalterung
• Kostentransparenz
• Klare Kalkulationsgrundlage
• Vorteilhafte Bilanzoptik
• Steuerersparnis
• Erweiterung des Kreditspielraumes
• Realisierung von Investitionen in der richtigen Dimension

Zahlungsweise
Die Leasingentgelte sind grundsätzlich monatlich im Voraus an die Leasinggesellschaft zu leisten. Der Leasinggeber seinerseits begleicht die Lieferantenrechnungen nach Vorlage aller Vertragsunterlagen.

Zinsenanpassung
Die laufenden Leasingentgelte werden in ihrem Zinsbestandteil an den Geld- und Kapitalmarkt angepasst. Als Basis wird generell der 3-Monats-Euribor oder der 6-Monats-Euribor herangezogen.

Zurechnung des Leasingobjektes

In Österreich ist Leasing weder im zivilen Recht noch im Steuerrecht speziell geregelt. Es ist daher jeweils nach den Umständen des Einzelfalls zu entscheiden, worin der wesentliche Gehalt eines Leasingvertrages besteht und wie er rechtlich und wirtschaftlich zu beurteilen ist. Insbesondere das Steuerrecht hat mit den Zurechnungsregeln im Rahmen der „Einkommensteuerrichtlinien 1984“ zur Rechtssicherheit beigetragen. In der aktuellen Fassung der „Einkommensteuerrichtlinien 2000“ wird unter dem Grundsatz der „wirtschaftlichen Betrachtungsweise“ geregelt, unter welchen Voraussetzungen das Wirtschaftsgut dem Leasingnehmer zuzurechnen ist.

In Deutschland regeln die sogenannten „Leasing-Erlasse“,
• Mobilien-Leasing-Erlass vom 19.04.1971
• Immobilienleasing-Erlass vom 21.03.1972
• Teilamortisations-Mobilien-Erlass vom 22.12.1975
• Teilamortisations-Immobilien-Erlass vom 23.12.1991
die Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums von Leasingobjekten. Die Einhaltung dieser Richtlinien führt grundsätzlich zur steuerlichen Anerkennung der gewünschten wirtschaftlichen Eigentümereigenschaft, vornehmlich beim Leasinggeber. Der Mobilien-Erlass v. 19.04.1971 (Finanzierungsleasing im engeren Sinn) enthält auch die Voraussetzungen für die Eigentümerposition (wirtschaftliches Eigentum nach AO § 39) des Leasing-Nehmers (branchensprachlich Mietkauf).